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denkmalpflege

Freitag,
20. Oktober 2017

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Humboldt Universität zu Berlin



Restaurierung des denkmalgeschützten Hörsaals 7 der Humboldt-Universität zu Berlin, Landwirtschaftlich Gärtnerische Fakultät


Der Berliner Architekt und Landesbaumeister August Tiede ließ das denkmalgeschützte Gebäude in der Invalidenstr. 42 in Berlin Mitte zwischen 1874 - 1889 enstehen.


Sitzreihen im Hörsaal 7 der HU Berlin

Das insgesamt 296 Klappsitze umfassende Hörsaal­gestühl gliedert sich in drei Blöcke mit je 9 Sitz­reihen im EG und 5 Sitzreihen auf der Galerie sowie vier bzw. zwei Gänge.
Die Sitzflächen bestehen aus einer in Schlitz und Zapfen gefertigten Rahmenkonstruktion. Im EG ist auf beiden Seiten eine 6 mm starke FU Platte aufgeleimt. Hinten ist ein Rückholgewicht eingelassen und ein­geschraubt. Der Sitz hat Schlagpuffer und schlägt an ein Bügel­befestigungsbrett an.


Dozentenpult nach der Restaurierung

Das bauzeitliche Dozentenpult befindet sich mittig vor dem Hörsaalgestühl und ist als Labortisch mit Wasserversorgung, Stromanschluss und Gasleit­ungen ausgestattet. Eine massive Deckplatte liegt auf dem in klassischer Rahmenbauweise und mit Füllung gefertigten Korpus. In die Deckplatte war ein Ablauf­becken aus Bronze eingelassen.
Die zum Dozenten zeigende Rückwand war im oberen Bereich mit Revisionsklappen für die Regel­ung von Gas, Wasser und Strom versehen.


Die Galerie

Auf der Galerie wurde eine einfachere Rahmen­konstruktion verwendet, mit einer FU Platte nur auf der einen Seite, ohne Sitzmulde und Rückholgewicht unter der Sitzfläche.
Die durchgehenden Ablage-, Kopf- und Rückenlehnenbretter wurden an Stahlrohre, die in Betonsockel mit einem Abstand von 1,25 m eingelassen sind, befestigt. Die bis zu 6,58 m langen Bretter wurden mit einer schräg gedübelten und verleimten Schäftung gefertigt. Auf den Ablagen wurden je Sitz eine Tintenfasshalterung und eine Stiftablagevertiefung eingearbeitet. Das Kopflehnenbrett ist im oberen und unteren Bereich mit Rillen verziert, am unteren Rand abgerundet und mit einer Platznummer gekennzeichnet.


klappbare Ablage/Schreibpult An den Ablagen bzw. Kopflehnen im Erdgeschoss wurden Schreibbretter mittels Scharnieren klappbar befestigt. Unter den Ablagen wurden durch­gehende Buchablagen an die Kopflehnen montiert.


Die Zustandsuntersuchung ergab einen hohen Abnutzungsgrad: ca. 30% der Holzoberflächen waren irreparabel, weitere 30% teilweise zerstört und der Rest in gutem Zustand.
An den Sitzen waren Ausbrüche durch den Klappmechanismus der Bügelhalterungen im Bereich der Stopper sowie auf und unter der Sitzfläche durch zerstörerisches Eingreifen verursacht.
In Folge der Nutzung kam es zum Ablösen und zu Rissen der aufge­leimten Sitzfläche und Unterseite. Durch Temperatur- und Luftf­euchtigkeitsschwankungen haben sich an den Schreibbrettern Schwundrisse und Verformungen gebildet.
Weitere Schäden wie Einkerbungen und Ausbrüche sind auf zerstörerisches Einwirken zurückzuführen, ebenso die Schriftzüge. Buchablagen, Kopflehnen und Ablagen wiesen Kratzer, Farbschäden, Einkerbungen und Ausbrüche sowie Abnutzungserscheinungen der Oberflächenüberzüge und Numerierungen auf.

  • Ausbau der vorhandenen Aussentüren (Grösse ca. 2,55m x 3,35m)
  • Einsetzen von Provisorien
  • Rekonstruktion der Türen nach vorhandenem Bestand
  • Restaurierung der historischen Füllungen von Schadow
  • Überarbeitung der Beschläge/Bänder, Schließsystem


Aktualisiert im Juni 2011

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