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Tischlerei am Falkenberg

denkmalpflege

Freitag,
20. Oktober 2017

Neuigkeiten


hervorgegangen ...

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Ausbildungsinhalte


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Aktuelle Aufträge
Französische Kirche, General-Steinhoff-Kaserne, Staatsoper Unter den Linden, Staatsbibliothek, Pasteur-Gymnasium, Stadtbad Oderberger Straße

  • Saalansicht  Eichensaal
  • Säulendetail
  • Wandvertäfelung Konsole
  • Malerei im Marmorsaal
  • Rosette
  • Spiegelkrone
  • Gemälde
  • Basis, Element der Ornamentik
  • Kapitell, Element der …
  • Akroterion, Element der …

Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin, Eichensaal



ausgeführte Arbeiten

  • Instandsetzung sämtlicher historischer Kastendoppelfenster
  • Restaurierung sämtlicher Zimmertüren
  • einsetzen neuer Schlösser und Beschläge

Restaurierungsarbeiten

Das denkmalgeschützte bürgerliche Wohn­haus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde umgebaut und der bestehende Altbau wurde saniert. Insbesondere das Treppen­haus, der Eichensaal, der Marmorsaal und an­grenzende Räume im 1. Obergeschoss sowie die Straßenfassade wurden rekonstruiert.

Der historische Eichensaal konnte aufgrund von aufgefundenen Zeitungsresten auf der Rückseite einer Wandbespannung mit der Datierung "31.Juli 1872" historisch einge­ordnet werden. Stilistisch wird jedoch eine frühere Herstellung vermutet. Das Objekt in der Luisenstraße 18 dient seit 1998 als Sitz der Landesvertretung Sachsen-Anhalt.


Übergang Wand- zu Decke

Auf einen spätklassizistischen Entwurf und Herstellung weisen Schnitz­ereien über den Spiegeln und im Übergang zwischen Wand- und Deckenvertäfel­ung hin. Diese Elemente von hoher handwerklicher Präzision tragen eine andere Formen- und Ausführungs­sprache als die in den darunter liegenden Feldern. Es liegt daher die Vermutung nahe, dass diese Elemente für ein anderes Objekt gefertigt wurden und später in den heutigen Eichensaal integriert und mit stilistisch ähnlichen Elementen vermischt wurden. Zur Baugeschichte: errichtet 1827/28 und umgebaut 1875- erhärtet diese These.


Wandvertäfelung

Die Bezeichnung "Eichensaal" ist missverständlich: Wandvertäfelungen im oberen und unteren Bereich, Deckenfelder sind mit Eichenfurnier belegt, es wurden aber auch in oberen und mittleren Feldern verschiedene andere Holzarten wie französischer Nussbaum und Mahagoni verarbeitet. Die Furnierfelder sind zudem in der Technik der Kreuzfuge hergestellt, ein Indiz für die Fertigung des späten 19. Jahrhunderts.


Eckdaten zur bewegten Geschichte des Hauses


  • Bis 1946
    Errichtet 1827/28 als bürgerliches Wohnhaus.
  • ca.1875
    Umgestaltung des "Bülowschen Palais" und Errichtung repräsentativer Räume im 1. und 2. Obergeschoss.
  • ca. 1900
    Königliche Universitäts- Polyklinik, Königliche Universität für Innere Krankheiten, danach Meierei Bolle AG.

  • Zwischen den Weltkriegen Nutzung durch Clubs sowie Burschen- und Landsmannschaften.

    1946 - 1990
  • 1946 Schenkung der "Möwe" an die Berliner Bühnenkünstler durch Major Alexander Mosjakow, Chef der Kulturabteilung der Sowjetischen Militäradministration; In der "Möwe" -nach Anton Tschechows "Tschaika" zugleich Russisches Künstlertheater in Moskau- entstehen eine Theaterbühne, ein Restaurant und zwei Bars;
    Gäste bis 1954 Carl Zuckmayr, Gustav Gründgens, Hans Albers, Erich Kästner, Hanns Eisler, Klaus Kinski, Sophia Loren, Yves Montand.
    Wohnort von Bertolt Brecht und Helene Weigel.
  • Ab 1954
    Unterstützung durch das DDR- Kulturministerium, später durch den Gewerkschaftsbund FDGB und den Kulturfond der DDR; Nutzung durch das "Haus der Künstler", dem "Berliner Bühnen und Filmclub", dem Zentralen Club der Filmschaffenden der DDR".
  • Nach 1961,
    dem Jahr des Mauerbaues, am 13. August, Bedeutung als Künstlerclub rückgängig; Aufbau einer Theaterbibliothek unter Leitung von Wolfgang Winkler (55.000 Bände, 100.000 Programmhefte, 2.500 Tonträger, 150 in- und ausländische Fachzeitschriften)
    Seit 1990
  • Gewerkschaft Kunst, Kultur, Medien meldet erfolglos Besitzansprüche an und stellt die Finanzierung des Clublebens ein; September 1990 Schließung "Der Möwe".
  • April 1991,
    Herstellung der rechtlichen Selbständigkeit des Künstlerclubs; Besitzverhältnisse an Inventar und Bibliothek weiterhin ungeklärt.
  • Juni 1991,
    45-jähriges Bestehen des Künstlerclubs.
  • Juni 1992,
    Verkauf des Hauses an Winfried Euler und Manfred Hillebrand durch den Hamburger Teppichhändler Hans Baschek; Wiedereröffnung der "Möwe" durch Rolf Frickow als Vorsitzendem des Stiftungsvereins und Michael Fischer.
  • 1. Januar 1994,
    Räumungsaufforderung durch die Eigentümer Euler und Hillebrand, nach öffentlichen Protesten Rücknahme der Räumungsaufforderung.
  • 1995
    Ankauf der Liegenschaft durch die Hamburgische Landesbank für den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, als Sitz der Hamburgischen Landesvertretung. Umzug des Künstlerclubs in das "Palais am Festungsgraben", Auslagerung der Theaterbibliothek in die Stiftung "Archiv der Akademie der Künste".
  • 27.März 1998
    Veräußerung der Liegenschaft an das Land Sachsen- Anhalt.

Aktualisiert im Juni 2011

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